Holzweichfaserplatten kaufen

HolzweichfasterplattenHolzweichfaserplatten weisen gute wärme- und schalldämmende Eigenschaften auf. Für die Herstellung von Holzfaser-Dämmplatten wird Fichten-, Tannen- und Kiefernrestholz aus Hackgut, Schwach- und Grubenholz sowie Wind- und Schneebruchholz eingesetzt.

Nadelholzabfälle und Schwachhölzer werden zunächst in Späne zerhackt und anschließend thermisch-mechanisch weiterzerfasert.

Mit Wasser vermengt bildet sich ein zäher Brei, der zur Platte gepresst und dann getrocknet wird. Der Zusatz von Naturbaumharz erhöht die feuchteabweisende Wirkung des späteren Dämmstoffes. Allgemein kann Holz Feuchtigkeit sehr gut ausgleichen.

Holzweichfaserplatten sind sowohl als Dämmstoff im Wand-, Decken- und Dachbereich einsetzbar, sie eignen sich aber auch als Ausbau- oder Schalungsmaterial. Im Fußbodenbereich dienen sie zur Trittschalldämmung. Durch den Zusatz von Bitumen sind die Platten vor von außen eindringender Feuchtigkeit geschützt. Sie sollten dann aber nur als außen liegende Unterspannbahn verwendet werden, um die Innenraumluft nicht zu belasten.

Zwei umweltrelevante Probleme bei der Faserplattenherstellung sind die Abwasserbelastung und der verhältnismäßig hohe Energieverbrauch. Nicht bituminierte Platten gelten weder als gesundheits- noch umweltgefährdend und sind dann auch kompostierbar.

Der Herstellungsprozess ist mit Abwasserbelastungen verbunden, vor allem durch wasserlösliche Holzabbauprodukte und Aluminiumsulfat. Im Allgemeinen werden die Abwässer gut kontrolliert, durch die geschlossene Kreislaufführung ist der Wasserverbrauch minimiert. Mit ca. 2000-4000 MJ/m³ (je nach Rohdichte und Produktionsverfahren) liegt die Graue Energie im Vergleich mit anderen Dämmstoffen sehr hoch (die stoffgebundene Energie von Holz ist dabei nicht berücksichtigt). Ein wesentlicher Beitrag zur Primärenergie wird zwar von den erneuerbaren Energieträgern, vor allem von Holzreststoffen geleistet, doch werden auch Strom und fossile Brennstoffe eingesetzt. Aufgrund der hohen Rohdichte können Holzfaserdämmplatten beträchtliche Mengen an CO2 binden (ca. 0,4 kg CO2-Äq./kg) und somit einen positiven Beitrag gegen den Treibhauseffekt leisten.

In der Nutzungsphase gehen von Holzfaserdämmstoffen keine Gesundheitsbelastungen aus, einzelne Produkte sind von Prüfinstituten zertifiziert.

Beim Zuschneiden der Platten ist auf Vermeidung von Holzfaserstaub zu achten, es sollten keine schnell rotierenden Werkzeuge eingesetzt werden.

Als Nachnutzung bietet sich die thermische Verwertung in Abfallverbrennungsanlagen, wesentlich effektivere Energieausnutzung ergibt sich bei der Verbrennung in speziellen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,040 W/mK erweisen sich Holzfaserdämmplatten als bautechnisch und bauökologisch gut geeignete Wärmedämmstoffe. Ökologisch vorteilhaft wirkt sich aus, dass als Rohstoffe im Wesentlichen Reste der Holzverarbeitung und lediglich geringe Mengen Zusatzmittel verwendet werden. Aufgrund des sehr aufwendigen Faseraufschlussprozesses sind die Graue Energie und die damit verbundenen Umweltbelastungen im Vergleich mit anderen biogenen Dämmstoffen allerdings überdurchschnittlich hoch.

Einsatzbereiche von Weichfaserplatten

Dachdämmung

  • Unterdachplatten
  • Aufsparrendämmung
  • Außenwanddämmungen
  • Zwischensparrendämmungen
  • Innenwanddämmungen
  • Fußbodendämmungen
  • Putzträgerplatten

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Hersteller

Gutex, Steico, Schneider, Homatherm